Über unser Projekt

Kurzinfo zum Projekt

Mit unserem Filmprojekt „(Un)sichtbare Grenzen – In Szene gesetzt!“ möchten wir junge Flüchtlinge und Filmschaffende miteinander in Kontakt, Austausch und Beziehung bringen, um gemeinsam Ideen für die Erstellung verschiedener Kurzfilme zu entwickeln und umzusetzen.Im kreativen Austausch wird gemeinsam ein Produkt erarbeitet, das auf der Einzigartigkeit der persönlichen Geschichten beruht. Ziel des Projekts ist, dass Menschen ihre Lebenswirklichkeit als Flüchtling über das Medium Film im öffentlichen Raum thematisieren können.

Näheres zum Projekt

In ihrem Bedürfnis, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und die eigenen Fähigkeiten und Potentiale lebendig und produktiv einzubringen stoßen junge Flüchtlinge in Deutschland an (un-) sichtbare Grenzen. Wir möchten diesen Barrieren, die Flüchtlinge darin behindern sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen ein Projekt entgegensetzen, in dem sie gleichberechtigt an einem kreativen Prozess teilhaben.Über die Begleitung und Vernetzung von Menschen mit und ohne Fluchthintergrund soll ein kollektiver Erfahrungsraum eröffnet werden, der Einblicke in die Lebenswirklichkeit der jeweils Anderen gewährt.

Ziel ist es, die Überlebens- und Bewältigungsressourcen der Flüchtlinge durch die aktive Mitwirkung an der Entwicklung eines Drehbuches und seiner filmischen Umsetzung zu stärken und damit die Möglichkeit aufzuzeigen, die Gesellschaft durch ihre Partizipation zu bereichern.Flüchtlingen soll damit nachhaltig zu einer Stimme im öffentlichen Raum verholfen werden: Wir möchten zeigen, wie Menschen unter schwierigen Bedingungen Barrieren überwunden haben und weitergegangen sind, um ein Leben in Sicherheit und Würde führen zu können.

Die so entstehenden Filme sollen auf Filmfestivals und Veranstaltungen zum Flüchtlingsschutz einer breiten Öffentlichkeit vorgeführt werden. Ein großes Publikum kann so für Schwierigkeiten und Bewältigungsmöglichkeiten des Flüchtlingsalltags in Deutschland sensibilisiert und für eine Zusammenarbeit interessiert werden.

Hintergrund des Projekts

Junge Flüchtlinge, die in Berlin Schutz suchen, haben oft (Bürger-)Kriege erlebt und eine lebensbedrohliche Zeit der Vertreibung und Flucht hinter sich. Häufig sind sie traumatisiert.Ob es ihnen gelingt, sich im Exil ein gesundes, menschenwürdiges Leben aufzubauen, ist in hohem Maße abhängig von den Lebensbedingungen, der Zuwendung und dem Schutz, der ihnen in der Zeit nach der Flucht gewährt wird. Zumeist sind Flüchtlinge jedoch auch hier in Deutschland weiterhin von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Durch ungesicherte Aufenthaltsrechte und die damit einhergehende Angst vor Abschiebungen wird ihnen eine Genesung erheblich erschwert. Einige von ihnen erleben rassistisch motivierte Gewalt und nahezu alle sind aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion und ihres Aufenthaltsstatus ununterbrochen mit zahlreichen diskriminierenden Restriktionen und sozialen Barrieren konfrontiert, die sie bei einer aktiven, eigenverantwortlichen Gestaltung ihres Lebens erheblich behindern. Sie müssen sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden, sich andere Lebensarten erschließen und sich in einer Sprache verständigen, die sie nicht verstehen.

In der öffentlichen Debatte werden diese Ausschlussmechanismen jedoch kaum thematisiert – Flüchtlinge haben keine Lobby und werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Hier setzt unser Projekt an: Die jugendlichen Flüchtlinge erhalten die Chance, über das Medium Film eine breite Öffentlichkeit für ihre Anliegen, Hoffnungen, Wünsche und Träume, aber auch ihre Sorgen und Nöte zu sensibilisieren.

 

Förderer und Kooperationspartner

Wir danken allen Förderern und UnterstützerInnen dafür, dass sie uns ermöglichen dieses Projekt umzusetzen!

Das Projekt wird als Kooperationsprojekt der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) und der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) Konrad Wolf durchgeführt.

baff-logo-text_web      hff

 

Das Projekt wird gefördert durch:

  • Europäischer Flüchtlingsfond (EFF), Aktion Mensch, UNO-Flüchtlingshilfe

EUaktion mensch    uno FH

 

 

 

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